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Aus dem Bauch heraus

Spätestens mit dem Überschreiten des 30. Lebensjahr scheinen die Algorithmen im Internet ein weibliches Wesen in die Kategorie 'Mom to be' einzusortieren. Wurden mir mit 29 noch hauptsächlich gesponserte Posts von Brautmoden gezeigt, wurde nun hauptsächlich Umstandsmode und - nennen wir es "Babyzubehör" - beworben. Die witzigste Werbung aus dieser Sparte vereinte beide Bereiche und beworb stolz Umstandsbrautmoden. Passiert das, wenn man auf keine der anderen Werbeanzeigen reagiert? Vermutlich war es Zufall. Es lässt jedenfalls mit über 30 dann auch nicht lange auf sich warten, bis YouTuberinnen und Influencerinnen, denen man (vielleicht schon über längere Zeit) folgt, schwanger werden und ihre Posts ab diesem Zeitpunkt unter "Mom-Content" verbucht werden.  Nun gleich der erste 'Pro-Tipp' an alle Moms-never-to-be wie mich: Entfolgt diesen Kanälen für eine Weile oder auch gleich für immer, klickt NIE, aber auch wirklich nie auf einen Vorschlag zum Them...

Der Tag der Maus

Samstag, 01.09.: Der Tag der Maus "Nein, das kann ich nicht", höre ich aus der Küche. "Hm, ja, keiner von uns kann das", sagt eine zweite Stimme. Meine Kollegin kommt mit einem Stapel gespülter Teller nach vorne. "Was ist los?", frage ich und sie antwortet: "Eine Maus steckt in der Falle fest." oh mist. Ich schaue auf die Halterung für die Bons neben der Kaffeemaschine. Sie ist leer. Das ist gut. Ich habe alle Kaffees, Tees, Kuchen und Schorlen abgearbeitet. "Und jetzt?", frage ich und kenne die Antwort schon: Keiner will sie rausholen. "Ich mach das", sage ich, mein Herz schlägt. ich muss zu ihr. ich muss ihr helfen. vielleicht kann ich sie retten. vielleicht kann ich ihr wenigstens die schmerzen ersparen. die anderen können das nicht. sie werden sich ekeln. sie werden ihr noch mehr schwerzen zufügen. ich muss das machen. sie braucht mich. jetzt. Die nächsten Schritte, die ich mache, sind die sichersten an diesem ...